HEIZUNG
Unsere Leistungen:
- Öl- und Gasheizsysteme
- Gasheizung
- Brennwertkessel Öl – und Gas
- Wärmepumpensysteme
- Fabrikate: Viessmann, Buderus, Oertli- Rohleder,
- Hydrotherm
- Fernwäremübergabestationen Dampf,
- Heißwasser
- Gewächshausheizungen
- Pellets-Heizungen
- Solaranlagen für Heizung und Warmwasser
- Flächenheizungen
- Badezimmerhandtuchheizkörper
- Röhrenradiatoren;Konvektoren
- Deckenheizungen;Wandheizungen
- Fußbodenheizung
- Altbausanierung
- Energieberatung mit Zertifizierung
- Wartung-Wartungsverträge
- Hydraulischer Abgleich
- Hinweise zum Heizungswasser
- Hydraulischer Abgleich
Der hydraulische Ableich von Rohrleitungen in Gebäuden ist eine ökonomische und eine ökologische Notwendigkeit. Dies wird auch in DIN-Normen und Verordnungen (z.B.VOB/C – DIN 18380) gefordert. Unter der hydraulischen Einregulierung versteht man die Begrenzung der Wasservolumenströme auf die Werte, welche dem Wärmebedarf der Anlage entsprechen. Das heute in Deutschland übliche Pumpenwarmwassersystem soll die Wärem gleichmäßig entsprechend dem Bedarf aller zu beheizenden Räume verteilen. Diese Wärmeverteilung bedingt einen Wasservolumenstrom, der sich je nach Heizleistung im Rohrleitungsnetz verteilt. Dies ist leider in den seltesten Fällen gegeben. Nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes fließt das Heizungswasser auf dem kürzesten Weg zurück zur Heizzentrale.Dieser Weg führt in der Regel durch die der Umwälzmpe nächst gelegenen Heizkörperim Rohrnetz. Dadurch werden die in einem Heizungsnetz entfernt und hydraulisch ungünstig gelegenen Heizkörper nur ungenügend mit Heizwasser durchströmt. Die Folge sind nicht ausreichend beheizte Räume bzw. überheizte Räume in der Nähe der Heizzentrale.Die Praxis zeigt, daß dieses Problem häufig falsch eingeschätz wird. Oft werden zu kleine Pumpen, zu geringe Vorlauftemperaturen oder ein zu kleiner Wärmeerzeuger als Ursache der mangelnden Wärmeverteilung diagnostiziert. Dementsprechend werden zu große Pumpen eingebaut, die Vorlauftemperatur wird überhöht oder die Heizungsregelung wird verstellt. Auswirkungen sinf Strömungsgeräusche im Heizungssystem, überheizte Räume und Räume mit mangelnde Wärmeversorgung.Darüberhinaus ist hiermit ein erhöhter Energieverbrauch für Wärmerzeugung und Wärmeverteilung verbunden.Nur durch eine hydraulische Einregulierung, die für alle Heizkörper in einem Wärmeverteilungsnetz gleiche Widerstände erzeugt, ist dieses Problem mit optimalen Energieeinsatz zu lösen.Mit dieser anspruchsvollen Tätigkeit kann der Fachhandwerker seinem Kunden eine komfortable und wirtschaftlich arbeitende Heizungsanlage erstellen. Vorteile des hydraulischen Abgleichs:
- Energieeinsparung
- Umweltschutz
- Komfort (keine Über-Unterversorgung,keine Geräusche)
Historie des hydraulischen Abgleichs: Bei Schwerkraftheizungen vergangener Jahrzehnte wurden die Wassermengen mit Hilfe des thermischen Auftriebes über die Rohrleitungsquerschnitte ausreichend an die Heizkörper geführt. Ein nächster Schritt zur Wärmemengenanpassung war die Einbringung von Festwiederständen in Rohrleitungs- und und Heizkörperanschlußarmaturen.Die Verknappung und damit die Verteuerung der Heizenergie (Ölkrise) Anfang der 70-iger Jahre fürhte zur ersten “Verordnung über energiesparende Anforderungen an den Betrieb von Heizungstechnischen Anlagen und Brauchwasseranlagen (Heizbetriebs-Verordnung – HeizBetrV -) von 1978.
Mit dem § 7 der HeizAnlV wurde eine selbsttätige raumweise Temperaturregelung dieser Anlagen gefordert.Diese Forderung wird erfüllt durch die Installation von Thermostatventilen. Die fortschreitende Computertechnik begleitete diese Entwicklung mit einer besseren, komfortableren und nutzergerechten Sofdtwareprogrammen zur Auslegung von Rohrnetzen.
- Hydraulische Einregulierung DIN 18380 am Heizkörper
Der hydraulische Abgleich eines Wärmeverteilungssystems ist von vielen, schwer überschaubaren Faktoren abhängig. Daher kann ein ausreichend genauer Abgleich nur rechnerisch über eine Wärmebedarfs- und eine Rohrnetzberechnung erfolgen. Folgende Berechnungsschritte sind für den hydraulischen Abgleich erforderlich:
- Berechnung der Heizflächen und deren Volumenströme unter Berücksichtigung der sich tatsächlich einstellenden Rücklauftemperaturen
- Rohrnetzberechnung mit den ermittelten Heizkörpervolumenströmen
Ein wichtiger Schritt ist die Durchführung der Einregulierung bei der Inbetriebnahme der Anlage. Vorteilhaft ist dabei die Volumenstromanpassung und Vorseinstellung am Thermostatventil. Hier bietet die Industrie ausgereifte Systeme von Heizkörperar.aturen. Voreinstellbare Thermostatventile im Besonderen bzw. einstellbare Rücklaufverschraubungen ermöglichen die Anpassung der Volumenströme über die Voreinstellung am Heizkörper.
Die Skalierung am Ventilunterteil ermöglicht die schnelle Einstellung des rechnerisch ermittelten Voreinstellwertes.Dies garantiert die angepaßte Heizkörperleistung entsprechend der Wärmebedarfsberechnung.
Volumenströme und Differenzdrücke, welche über den zulässigen Auslegungsbereichen liegen können unter Umständen Geräusche am Heizkörper verursachen. Daher müssen diese in den Rohrleitungen mit geeigneten Strangregulierventilen bzw. Strangdifferenzdruckreglern abgedrosselt werden.Strangregulierventile werden ind den Strangleitungen von Warmwasserzentralheizungsanlage und Klimaanlagen installiert und ermöglichen die Volumenstromanpassung der Strangleitungen untereinander.Strangregulierventile können während es Anlagenbetriebes einreguliert werden. So erhält man reale Durchflußwerte im Vollast- bzw. Auslegungsbereich der Anlage.
Differenzdruckregler sind Proportionalregler ohne Hilfsenergie. Dies werden zur konstanten Regelung des erforderlichen Soll-Wertes benötigt. Sie sind für den Einsatz ind Heizungs- und Kühlanlagen bestimmte und halten innerhalb eines regeltechnisch notwendigen Proportionalbandes den Differenzdtuck im Strang konstant.
Durchflußregler werden zur kostanten Regelung des eingestellten Durchflusses als Proportionalregler ohne Hilfsenergie installiert. Sie sind für den Einsatz in Heizungs- und Kühlanlagen bestimmt und halten innerhalb eines regeltechisch notwendigen Proportionalbandes den Durchfluß im Strang konstant.
Bererechnungsmethoden Grundsätzlich ist gemäß VOB/C – DIN 18380 das im Rohrnetz umzuwälzende Heizungswasser unter Einbeziehung der Wärmebedarfswertezu berechnen. Entsprechende Softwareprogrammeerleichtern diese Arbeit. Dabei werden die Rohrnennweiten und Voreinstellwerte der Rohrleitungen und Heizkörperarmaturen automatisch zugeordnet. Ist eine Rohrnetzberechnung nicht möglich, z.B. im Sanierungsfall, so kann ersatzweise auch mit Überschlagswerten gearbeitet werden. Bei Kleinanlagen mit einer Pumpenleistung von etwa 200 mbar Förderhöhe und bei Großanlagen mit dezentraler Differenzdruckregelung auf ebenfalls etwa 200 mbar per Strang, erhältman mit einem geschätzten Differenzdruck von 100 mbar am Ventil durchaus akzeptable Einstellwerte.Bei einem bekannten Wärmebedarf und einer festgelegten Temperaturspreizung erhält man den Volumenstrom des einzelnen Heizkörpers und damit auch die Voreinstellung am Ventil.
Nach der Verdingunsordnung für Bauleistungen VOB/C – DIN 18380 ist für jede Heizungsanlage ein hydraulischer Abgleich vorzunehmen. Umwälzpumpen, Armaturen und Rohrleitungen sind durch Berechnung so aufeinander abzustimmen, daß auch bei den zu erwartenden wechselnden Betriebsbedingungen eine ausreichende Wassermengenverteilung sichergestellt ist. Die zulässigen Geräuschpegel dürfen nicht überschritten werden. Ist z.B. bei Schwachlastbetrieb ein übermäßiger Differenzdruch zu erwarten, so sind differenzdruckregelnde Einrichtungen vorzusehen.Zudem ist der hydraulische Abgleich so vorzunehmen. daß bei bestimmungsgemäßen Betrieb alle Wärmeverbraucher entsprechend ihres Wärmebedarfs mit Heizwasser versorgt werden.Das gilt auch bei einer Raumtemperaturabsenkung oder Betriebspause der Heizungsanlage.Die VOB wird jedoch häufig nicht beachtet. Das bedeutet, daß viele Heizungsanlagen weder den gültigen Vorschriften noch dem Stand der Technik entsprechen.
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